Jojos sozialer Status ist übrigens sehr wechselhaft. In Deutschland noch obdachlos bzw. ohne Wohnsitz, ist er in Vietnam kurzerhand zum Millionär aufgestiegen: direkt am Flughafen haben wir 35€ abgehoben, was ziemlich genau einer Million Dong entspricht.
Allerdings mussten wir 5 Minuten später den Bus in die Stadt bezahlen und das Millionärsdasein hatte sich erledigt. (Restgeld: 800 000 Dong)
Den halben Tag vor der Abreise haben wir zu einem Großteil mit Im-Kreis-Laufen verbracht. Denn um Ho-Chi-Minh persönlch schlafen zu sehen, muss man einen ganz bestimmten Eingang an der Rückseite des Museumskomplexes finden. Wer glaubt, der gigantische Platz vor dem Mausoleum sei ein Hinweis in die richtige Richtung, der hat falsch gedacht.
Beinahe hätten wir durch das Rumgelaufe die Eintrittszeit verpasst. Das wäre dann bereits mein zweiter gescheiterter Versuch den werten Herrn Minh zu sehen. Wer ihn also besuchen will, sollte mit allen Wassern gewaschen sein.
Wie auch immer, irgendwann waren wir drin und konnten den Bausatz "Schlafender Kommunist in Glaskasten" bewundern, den wir bereits aus Moskau kennen. Fotos waren übrigengs nicht erlaubt, sonst würde auffallen, dass die Wachsmänner alle am gleichen Band gefertigt wurden.

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